Es ist interessant zu beobachten, dass Top Manager immer dann die Wichtigkeit des Personals für sich entdecken, wenn es dringlich wird. Zum Beispiel baute ein IT Konzern in Asien erst ein Werk für 1 Mrd. $, um sich dann mit Problem zu beschäftigen, wie man dieses mit Fachkräften besetzt. Die Personalabteilung hat gegenüber dem Top Management einfach nicht genug bzw. keine Autorität, meist werden Personalabteilungen viel zu spät über geplante Veränderungen informiert und somit in Ihrem Handlungsspielraum stark eingegrenzt. Personalabteilungen sollten daher als strategischer Partner angesehen werden.
Personalmanager sind in Krisenzeiten deshalb genauso gefragt wie in Wachstumsphasen. Doch verändern sich Ihre Aufgaben überhaupt so grundlegend?
Manager stehen unverändert vor der Herausforderung des demografischen Wandels und des bevorstehenden Fachkräftemangel. Sie müssen weiterhin Ihre Schlüsselpositionen besetzen und Ihre Mitarbeiter halten. Die eigentliche Fragen, die sich Unternehmen stellen sollten, sind doch:
- Wie hat sich das Management vor der Krise verhalten?
- Welche Maßnahmen werden während der Krise zu Ihrere Bewältigung für das Unternehmen erwägt?
- Welche Position wird das Management nach der Krise einnehmen?
Hat erstmal die Personalabteilung eine negative Rolle im Unternehmen eingenommen, wird es schwer werden, wieder zum wichtigen und vor allem anerkannten Faktor im Unternehmen zu werden. Doch die Personalabteilung muß Ihre eigene Position während und nach der Krise erhalten. Aber auch Personalverantwortliche sollten einen Umdenkungsprozess starten. Die Ergebnisse der aktuellen Studie von „http://www.resourcesglobal.com/“ ,mit dem Titel “Human Capital Survey 2008″ , zeigt deutlich auf, dass Personalmanger noch ein Wahrnehmungsdefizit mitbringen.
Nur 42% der befragten Manager glauben daran, dass Sie weniger Einfluß im Unternehmen haben, als Senior Manager anderer Unternehmensbreiche. 20% halten das Thema Produktivitätsteigerung als wichtiges Ziel des Human - Resource – Managements. Nur 4 % der Manager glauben, dass interne Kommunikation zu den TOP 5 - Prioritäten beim Change-Management gehört (etwa bei Fusionen), und nur weitere 4% betrachten interkullturelle Kompetenz als wichtiges Ziel an. Das sind erschütternde Ergebnisse in einer Zeit, in der Stärke gefragt ist.
Abschließend gilt es zu sagen: Der Wettbewerb der Zukunft wird weiterhin auf den Personalmärkten entschieden.